Was ist Bioleaching?

Bioleaching ist ein im Kupfer- und Goldbergbau angewandtes Verfahren, um Metalle mittels chemischer und bakterieller Laugung aus Erzen zu gewinnen. Der Anteil derartig erzeugter Metalle nimmt auf dem Weltmarkt stetig zu. Dies liegt hauptsächlich an der zunehmenden Verknappung hochwertiger Erze; als Folge muss immer häufiger auf Armerze mit einem geringen Metallgehalt zurückgegriffen werden. Thermische Verfahren (Pyrometallurgie) sind aufgrund des hohen Energiebedarfs nicht geeignet, um Metalle wirtschaftlich aus Armerzen zu gewinnen, daher finden immer häufiger Bioleaching-Verfahren Anwendung. Weltweit werden mehr als 20% der jährlichen Kupferproduktion mittels Bioleaching erzielt.

 

Rostaschen (Schlacken) aus Müllverbrennungsanlagen sind hinsichtlich ihres geringen Metallgehalts vergleichbar mit Armerzen. Dies war der Ausgangspunkt, um in Kooperation mit der Universität Tübingen am Transfer von Bioleachingverfahren auf Müllverbrennungsschlacken zu forschen. Seitdem hat sich Novis auf die Entwicklung von biotischen und abiotischen Laugungsverfahren für Verbrennungsrückstände spezialisiert. Unser Know-How umfasst ebenso die Anwendung hydrometallurgischer Verfahren, um die Metalle aus der Laugungsflüssigkeit zurückzugewinnen.

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